Auf Hypnose vorbereiten – Wie bereite ich mich auf eine Hypnose vor?

Juli 22, 2019 Natalie Andrione

Sie haben schon mal von Hypnose gehört? Sie wissen auch, dass es Hypnosetherapie oder Hypnosecoaching gibt? Und Sie haben auch schon Ihren ersten bevorstehenden Termin für eine Hypnosesitzung? Eine Hypnosetherapie oder ein Hypnocaching ist immer eine bereichernde Erfahrung!
Nun wollen Sie sich optimal auf die Hypnose vorbereiten, aber wissen nicht wie? Ich gebe Ihnen 5 Tipps, wie Sie eine Hypnosesitzung positiv beeinflussen können. Los geht’s!

1. Wissen Sie, was in Hypnose mit Ihnen passiert

Wenn Sie wissen, was in Hypnose mit Ihnen passiert, dann brauchen Sie auch keine Angst davor zu haben. Das ist bei den meisten Menschen nicht so. Tatsächlich haben viele Menschen Angst vor der Hypnose. Sie glauben, der Hypnotiseur könnte ihnen etwas antun oder Sie zu etwas zwingen, was Sie nicht wollen. Sie könnten Ihre geheimsten Geheimnisse verraten. Ich kann Sie gleicht beruhigen; Das stimmt natürlich nicht! Woher kommt aber diese Angst? Die, die bereits etwas über Hypnose wissen, glauben, es würde so ablaufen, wie bei der Showhypnose und Sie würden die Kontrolle über sich völlig verlieren. Mit Ihnen könne man alles machen. Aber Showhypnose ist, wie das Wort schon sagt, eine Show. Das hat nichts mit unserer wertvollen therapeutischen Hypnose zu tun. Im echten Leben kann Hypnose Sie nie zu Dingen zwingen, die Sie nicht wollen. Sie handeln frei in der Hypnose. Sie können auch jederzeit aufstehen und gehen. Denn Hypnose ist nur eine Art von Entspannung, gerade so, als wenn Sie im Garten in der Hängematte dösen würden. In diesem Entspannungszustand würden Sie sich doch auch keine Waschmaschine andrehen lassen!? Sie handeln immer noch frei und selbstbestimmt und können kritisch denken. Sie können auch die Augen öffnen, aufstehen und gehen. Sie sind also nach wie vor frei in Ihrem Handeln.

2. Mitmachen

Wie funktioniert aber eine Hypnose, wenn es kein großer Hokuspokus ist? Ganz einfach: Sie machen mit und lassen sich drauf ein. Sie folgen den Anweisungen Ihres Hypnotiseurs. Wenn er Sie bittet, die Augen zu schließen, schließen Sie die Augen. Bittet er Sie tief einzuatmen, dann tun Sie das. Er möchte Sie in eine angenehme Entspannung bringen, als wenn Sie gemütlich in Ihrem Garten in der Hängematte liegen würden. Denn damit öffnen wir das Tor zu Ihrem Unterbewusstsein und lösen dort innere Konflikte. Durch Angst oder Misstrauen würden Sie sich verspannen und ein richtiger Einstieg in die Hypnose wäre also gar nicht möglich. Die Sitzung, für die Sie eine Rechnung erhalten, wäre also für umsonst. Rausgeschmissenes Geld. Das wäre für beide Seiten Schade. Für Sie und den Hypnotherapeuten. Immerhin freut sich dieser, wenn es ihnen wieder gut geht und Sie Ihren Erfolg natürlich anderen berichten, damit er weiterempfohlen wird. Und davon lebt er ja schließlich. Sie sehen also, dass Sie und Ihr Hypnotherapeut die selben Absichten haben. Lassen Sie Ihre Angst einfach los und entspannen Sie
sich.

3. Offene innere Haltung

Auch wenn Sie keine Angst vor einer Hypnose haben, haben Sie vielleicht Zweifel, dass eine Hypnose vielleicht nicht funktionieren könnte? Nun, bei Hypnose nutzen wir den Entspannungsmechanismus im Gehirn. Der Mensch entspannt sich soweit, dass die hinteren und unteren Hirnareale aktiver werden. Damit werden Bilderleben und die Gefühlswelt aktiver. Emotionen und Bilder werden so intensiv verarbeitet. Genauso wie im Traum. Durch den ständig gehaltenen Kontakt zum Hypnotisanten lässt der Hypnotiseur den ihn nicht völlig in den Schlaf absinken. Der Hypnotiseur hält seinen Hypnotisanten wach. Man könnte sagen, der Hypnotisant träumt während er wach ist. Und trotzdem handelt der Klient frei und kann Gefahren erkennen. Ähnlich wie beim Tagträumen. Viel mehr ist es nicht. Diesen günstigen Zustand nutzen wir aus, um dem Klienten gezielt bei der Verarbeitung seines Problems zu helfen. Dieser neurophysiologische Zustand macht uns also das Verarbeiten unserer Problemthemen überhaupt möglich. Sie sehen also, zweifeln und damit dagegen steuern ist also nicht nötig. Aller höchstens würde Sie es nur verspannen. Mein Tipp lautet daher, zweifeln Sie die Hypnotherapie nicht gleich an. Sondern bewahren Sie sich eine offene Haltung.

4. Wissen, wie eine Hypnosesitzung abläuft

Wenn Ihnen Ihr Hypnosetherapeut nicht von sich aus erklärt hat, wie so eine Sitzung abläuft, dann fragen Sie unbedingt nach! Je nach dem, welche Ausbildung Ihr Hypnotherapeut hat und wie seine Sitzung gestaltet, kann so eine Sitzung von Hypnotherapeut zu Hypnotherapeut ganz anders ablaufen. In meiner Praxis läuft es wie folgt: Die Klient füllt einen Anamnesebogen aus, den ich noch vor der Sitzung erhalte. So kann ich mich auf die Sitzung vorbereiten. Im Termin besprechen wird dann den Anamnesebogen und das Thema des Klienten. In der Hypnose bearbeiten wir dann sein Thema. Dabei spielen Gefühle eine wichtige Rolle, denn der Klient empfindet oft Leid oder Ängste oder andere negative Gefühle. Es geht ihm also schlecht dadurch und das wollen wir auflösen. Wir schauen, wie sein Problem entstanden ist, und welche Auswirkungen es auf den Klienten und sein Leben hat. Wir gehen davon aus, das das Problem einen Ursprung hat, in dem es entstanden ist. Wenn wir diesen gefunden haben, lösen wir das Problem auf. Der Klient kann dann endlich wieder frei davon sein. Je nach Thema kann das Problem auch mehrere Sitzungen beanspruchen. Dabei muss der Klient unbedingt mitarbeiten. Er muss sich öffnen und darauf einlassen. Von seiner Mithilfe kann der Erfolg abhängen. Er muss offen gegenüber der Hypnose sein und sich auf diese einlassen. Sie merken also, Sie haben hier die Zügel in der Hand und nicht der Hypnotiseur!

5. Vorarbeit

Möchten Sie noch etwas zu Ihrem persönlichen Sitzungserfolg beitragen? Das können Sie durchaus tun! Machen Sie Entspannungsübungen zu Hause. Oder buchen Sie einen Entspannungskurs. Sie schulen mit Entspannungsübungen Ihren Geist und Ihren Körper. Sie konditionieren ihn auf Entspannung. Ihr Körper und Ihr Geist lernen so Entspannung. Je öfter Sie üben, desto sicherer weiß der Körper, das nun eine Entspannung erfolgen soll. Er merkt sich das und die Entspannung tritt schneller ein. Es wird leichter. Sie können sich einfach eine Entspannungshypnose auf Youtube anschauen. Wenn Sie diese ernsthaft und öfter üben, werden Sie merken, dass, wenn Sie die nur die ersten Klänge dieses Entspannungshypnosevideos hören, Ihr Unterbewusstsein sich von ganz alleine auf Entspannung einstellt. Ihr Unterbewusstsein hat die Entspannung mit der Musik bzw. mit dem Entspannungsvideo verbunden. Sie haben sich so erfolgreich klassisch konditioniert.

Das können Sie jeden Abend vor dem Zubettgehen üben oder auch in der Mittagspause. Wenn Sie dann Ihre erste Hypnosesitzung haben, werden Sie es viel leichter haben, sich zu entspannen. Sie stützen damit also die Arbeit des Hypnotiseurs. Das ist keine zwingende Voraussetzung. Aber es kann das Eintreten des gewünschten Ergebnisses beschleunigen.

Noch 2 Tipps

Nun wissen Sie also, was Sie tun können, um sich optimal auf eine Hypnosesitzung vorzubereiten. Und zum Schluss gebe ich Ihnen noch 2 wichtige aber kleine Tipps, die Sie unbedingt beherzigen sollten.

1. Schlaf

Seien Sie möglichst ausgeschlafen, denn Sie müssen sich für die Hypnose konzentrieren können. Denn Hypnose entsteht durch konzentrierte Aufmerksamkeit, deren Fokus dann schließlich nach innen gewendet wird. Dann erst tritt die Entspannung ein! Und dann ist es ja wichtig, dass Sie in der Hypnose nicht einschlafen, sondern weiter in der Entspannung bleiben

2. Verdauung

Schauen Sie, dass Ihr Verdauungssystem in während der Hypnose ruhig ist. Die Verdauung legt sich sowieso während der Hypnose. Aber wenn Sie vorher 1 ½ Liter Wasser getrunken haben, will es trotzdem bald wieder raus. Und zwar bald.

Jetzt wissen Sie so ungefähr, was auf Sie zukommt. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrer ersten Sitzung. Um keinen Beitrag mehr zu verpassen, abonnieren Sie meinen Newsletter.

Vielen Dank und bis bald!