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10 Dinge, die Sie gegen Mobbing tun können

Mobbing ist eine Form von meist psychischer, aber auch mitunter körperlicher Gewalt. Dabei wird schikaniert, ausgegrenzt, beschimpft, getreten oder ähnliches. Die Methoden des Mobbings sind zahlreich, sowie auch kreativ. Der Betroffene reagiert dabei mitunter mit einem schwindenden Selbstbewusstsein und Angst. Schlimmsten Falls können Depressionen entstehen, die zu einem Suizid führen können*. Nicht jeder Ratschlag passt zu jedem Typ Mensch. Doch kann es immer hilfreich sein, sich neue Anregungen zu holen. Mit diesen 10 Dingen gegen Mobbing, erfahren Sie, wie Sie Mobbing oder weite Ausmaße des Mobbing vorbeugen können:

1. Wehren Sie sich sofort

Setzen Sie eine klare Grenze, mit der der Mobber versteht, dass sein Verhalten nicht angemessen war. Schauen Sie ihm entschlossen in die Augen und sagen Sie mit deutlicher und ernster Stimme, dass Sie dieses Verhalten nicht dulden. Alternativ sprechen Sie ihn unter vier Augen auf das Geschehen an und machen Sie ihm klar, dass seine Handlung nicht in Ordnung war. Wichtig ist, dass Sie dabei klar und sachlich ohne aufkommende Emotionen reagieren, um keine weitere Angriffsfläche zu bieten.

Je früher Sie gegen Mobbing vorgehen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Situation sich verschlimmert. Möglicherweise können Sie mit dieser Maßnahme viele leidvolle Momente abwenden.

2. Bewerten Sie die Situation neu

Wie Sie emotional reagieren, hängt mitunter von der Bewertung der Situation ab. Verwandelt ein fieser Spruch des Gegenübers Ihre Mimik in einen geschundenen Hundeblick, so hat der Mobber sein Ziel erreicht. Bewerten Sie die Sprüche oder Handlungen hingegen als irrelevant oder unreif, so reagiert der Mobber nun auch entsprechend auf Ihre Reaktion. Sie geben sich anders, sobald Sie eine andere Einstellung zum Thema gewonnen haben. Vielleicht zeigen Sie ihm die kalte Schulter oder einen müden Blick? Die Täter verlieren das Interesse und wenden sich ab.

3. Tätern keinen Anlass geben

Machen Sie sich für Täter unsichtbar. Überlegen Sie, wann der Täter Sie als Opfer erkennt. Reicht es, dass Sie einfach nur da sind? Minimieren Sie die Zeiten, bei denen Sie mit den Tätern zusammen sind, wenn es möglich ist. Legen Sie Ihre Pausen anders. Falls nicht möglich, halten Sie sich woanders während dessen auf oder suchen sich eine neue Beschäftigung. Zeigen Sie so wenig Präsenz wie möglich. Treten Dabei treten Sie nicht die Flucht an, sondern halten nüchternen Abstand vom Täter. Ist Ihnen Ihre Zeit für so etwas unschönes nicht zu schade? Gehen Sie mit der Einstellung ran, dass Sie Ihre wertvolle Zeit lieber etwas wundervollem zuwenden wollen. Ist es nicht möglich fern zu bleiben, machen Sie sich auf eine andere Art uninteressant. Reagieren Sie nicht auf Sprüche oder zeigen Sie sich gleichgültig.

4. Selbstbewusstsein zeigen

Wie treten Sie auf? Wie ist Ihre Körperhaltung? Wie Ihr Gesichtsausdruck? Ihre Stimme und Stimmlage? Seien Sie sich darüber im Klaren, was sie mit all diesen Merkmalen ausstrahlen und wie Sie so auf andere wirken. Damit geben Sie potentiellen Tätern einen Anlass. Auch wenn Sie sich nicht danach fühlen, bauen Sie sich ein inneres Gerüst, um fürs erste nach außen hin stabil zu wirken. Aufrechter Rücken, gerader Gang, neutraler bis optimistischer Gesichtsausdruck und eine feste Stimme. Sie werden merken, es wird vielleicht Verwunderung oder gar Respekt auslösen. Doch das ist nur der erste Schritt und wirkt vielleicht nur kurzfristig. Daher: Bauen Sie nun intensiv Ihr Selbstbewusstsein wieder auf. Lesen Sie Bücher darüber, lassen Sie sich coachen, hypnotisieren oder besuchen Sie einen Kurs.

5. Mobbingtagebuch für alle Fälle

Egal ob sich Mobbing erst anzubahnen scheint oder bereits in vollen Gang ist, führen Sie unbedingt Tagebuch mit Datum, Uhrzeit und kurzer Situationsbeschreibung über die einzelnen Geschehnisse. Egal, ob Kommentare, Handlungen oder nur böse Blicke. Sollte die Situation für Sie unaushaltbar werden, haben Sie etwas in der Hand, um das Ausmaß des Mobbings nachzuweisen. Damit können Sie sich an Ihren Vorgesetzten oder Lehrer wenden. Auch der Anwalt wird solch einen Nachweis benötigen um gegebenen Falls dagegen vorgehen zu können.

6. Abstand zur Situation gewinnen

Kommen Sie zumindest zeitweise mal aus der Situation raus. Lenken Sie sich mit etwas ab. Treffen Sie Freunde und genießen einen schönen Nachmittag. Reden Sie bei Bedarf über das was Sie belastet, um einen anderen Blickwinkel der Situation zu bekommen und sich zu erleichtern. Tun Sie einfach etwas angenehmes, womit Sie von dem Ganzen kurzzeitig distanzieren können.

7. Opferrolle aufarbeiten

Es gibt Leute, die immer wieder Mobbingopfer werden. Woran liegt das nur? Es scheint so, als würde „Opfer“ auf deren Stirn geschrieben stehen. Doch auch wenn sie „nur“ das erste mal zum Opfer wurden, ist dies ein Anlass seine Opferrolle aufzuarbeiten. Überlegen Sie, was Sie zum Opfer macht. Waren Ihre Eltern schon mal in solch einer Rolle? Gab es in Ihrer Kindheit einen Anlass zum Opfersein? Vielleicht in Ihrer Jugend? Wann Begann zeigte sich solch eine Situation das erste Mal? Wo genau sind sie beim Täter angeeckt? Mit welchem Verhalten werde ich zum Opfer? Analysieren Sie Ihre Opferrolle und notieren Sie sich die Punkte. Wenn Sie ihr Problem kennen, können sie auch eine Lösung finden.

8. Anti-Mobbing-Hypnose

Mit solch einer Hypnose können Sie ihr Selbstbewusstsein aufbauen, damit Sie wieder gestärkt für den Alltag sind. Das ist die eine Methode. Jedoch grade mit der Hypnose ist es gut möglich bestimmte Muster für einen Mobbing Charakter aufzudecken und aufzulösen. Die anderen lassen das Opfer in Ruhe, wenn es gewisse Dinge nicht mehr mit sich machen lässt. Es wird uninteressant, dadurch dass es seine Opferrolle ablegt. Ist man bereits in der Vergangenheit einmal Opfer gewesen, kann es wieder passieren. Man kann für die nächste kommende Situation vorsorglich an diesem Thema arbeiten. So kann man gleich richtig vom Neuen beginnen.

9. Hobby

Suchen Sie sich ein Hobby, auf dass Sie Ihre Gedanken lenken können. Damit richten Sie den Fokus auf etwas freudiges und positives. Sie unterbrechen den Fluss von negativen Gedanken. Sinnvoll ist ein Hobby, an dem gleich mehrere Leute teilhaben können. Damit knüpfen Sie neue Kontakte außerhalb des Mobbing Geschehens. Ob Fußball, Schach oder Ballet: Hauptsache, Sie sind nicht allein, sondern genießen die Zeit mit anderen netten Menschen. Natürlich sollen die Mobber nicht auch mit im Verein sein., da Sie ja von ihnen Abstand gewinnen wollen.

10. Holen Sie sich Hilfe

Auch wenn Sie sich so fühlen, Sie sind nicht allein. Suchen Sie Beratungsstellen auf, informieren Sie sich im Internet, holen Sie sich Rechtsbeistand oder andere professionelle Hilfe. Täter können nicht lange Täter bleiben, wenn das Opfer kein Opfer mehr ist. Viele mobben aus Neid oder weil sie selbst Komplexe haben. Und das tragen Sie für Ihre Täter mit. Sie sind für sich selbst verantwortlich und müssen sich um sich selbst kümmern, wenn Sie Hilfe brauchen. Der erste Schritt fühlt sich beinahe an, wie ein Wagnis und kann beängstigend sein. Wenn Sie den Schritt jedoch gewagt haben, merken Sie, dass Sie durch diese Hilfe zur Selbsthilfe eine Lösung Ihres Problems erzeugen können.

* Die Symptome einer Depression sind vielfältig. Sollten Sie Suizidgedanken bzw. Merkmale einer Depression aufzeigen, suchen sie bitte umgehend einen Arzt oder Psychotherapeuten auf.

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